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Karl Horvath - Kunstschmied


"ES LOHNT SICH WIEDER ZU TRÄUMEN, 
DENN FRIEDE WIRD FRÜCHTE TRAGEN"


Karl Horvath  
(* 16.03.1950 in Eisenstadt, + 16.11.2013 in Wr. Neustadt)

Karl Horvath wurde als jüngstes von zwei Kindern geboren und wuchs in Mattersburg auf. Die ersten sechs Jahre seiner Kindheit lebte die Familie im Elterhaus seines Vaters, eines gelernten Dachdeckers.

Mitte der 50er Jahre bezogen sie ein neu errichtetes Haus. Er lernte  das Handwerk des Schmiedes: zuerst in Wr. Neustadt, dann beim Mattersburger Schmied Abraham. Als einziger von 40 Bewerbern legte er erfolgreich die Meisterprüfung ab.

1972 machte sich Karl Horvath selbständig und leitete einen Betrieb mit 12 Mitarbeitern. In wenigen Jahren wurde er zu einem erfolgreichen und anerkannten Schmied. Er heiratete und wurde zweifacher Vater.

Die harte körperliche Arbeit forderte jedoch ihren Tribut und er wurde schwer krank. Für den agilen Schmied bedeutete diese Erfahrung eine Zäsur. Nach der Genesung verschrieb er sich immer mehr der Kunst.



Was Andere als Schriftsteller oder mit Bildern ausdrücken,
probiere halt ich mit dem Schmieden auszudrücken.
Weil Maler werde ich keiner, Schriftsteller auch nicht, also schmiede ich.
Das habe ich gelernt.“

Hauptinspirationsquellen für seine Kunst waren Alltagsbeobachtungen, persönliche Erfahrungen und die Geschichte und Gegenwart der Burgenland-Roma. Karl Horvaths künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten reichten von gegenständlichen, sehr realistischen Skulpturen, bis zu abstrakten Formen, deren Sinn sich erst bei intensiver Beschäftigung entschlüsselt. Die Themen, mit denen er sich befasste waren vielfältig.
 
Er beschäftigte sich mit existentieller Not,
"der unerhörte Schrei"
"Hilflos"
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



mit der Darstellung des Menschen in einer durch Materialismus geprägten Welt,
„Die eiskalte Schönheit“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



aber auch mit Freude und Glück.
„Die Glückliche“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsam ist allen Kunstwerken von Karl Horvath, dass sie nie auf den Affekt aus sind und sich einer oberflächlichen Betrachtungsweise entziehen.
 
Es erfordert Zeit, sich auf sie einzulassen.


Ich möchte Zeit schenken …

Im Laufe der Jahre entstand auch zunehmend das Bedürfnis, seine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten mit sozialem Engagement zu verknüpfen. Bei Projekten im In- und Ausland schmiedete er gemeinsam mit jungen Menschen, die es auch nicht leicht in ihrem Leben hatten.

So schmiedete er mit drei Burschen aus der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft Pronegg Kotezicken/ Südburgenland einen modernen Lebensbaum.














In München entstand beispielsweise in einem von ihm geleiteten Jugendprojekt eine Familienskulptur mit dem Thema: Geschichte erinnern - Zukunft gestalten.














In Österreich wurde er mit seiner Schmiedekunst und der Integration sozialkritischer Themen führend für Ausdruckskunst.