Diözese Eisenstadt
Aktuell
Bischof
Über uns
Pfarren
Kirchenbeitrag
Frauen, Männer, Familie
Junge Kirche
Bildung
Für die Seele
Info, Hilfe
Angehörige ethnischer Gruppen
RomaBibelPrasentation1667

Willkommen

© Diözese Eisenstadt


Ceija Stojka
(* 23. Mai 1933 in Kraubath, Steiermark - 28. Jänner 2013 in Wien)


Ceija Stojka war Schriftstellerin und Künstlerin und gehörte den Lovara-Roma an, die besonders in Zentral- und Osteuropa beheimatet sind.

Sie ist die Schwester von Karl Stojka (Künstler) und Johann Mongo Stojka (Sänger, Gitarrist und Autor). Ihr Bruder Ossi starb an mangelnder medizinischer Hilfe und Hunger mit sechs Jahren im Konzentrationslager. Als Kind wuchs sie in einer Familie auf, die als Pferdehändler durch Österreich reiste. Nachdem ihr Vater im KZ Dachau ermordet wurde, wurde der Rest der Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert.
 
1944 wurde sie mit ihrer Mutter und Schwester nach Ravensbrück geschickt, wo Ceija in der Nähstube arbeiten musste. Kurz vor dem Ende des Krieges kamen alle drei nach Bergen-Belsen, wo sie befreit wurden.
 
Danach ließ sich Ceija Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tot lebte. Von ihrer Familie (ca. 200 Personen) überlebten nur sechs den Völkermord der Nationalsozialisten.
 
Ceija Stojka - Nachruf von Beate Eder-Jordan
 
ein Link zu weiteren Infos zur Familie Stojka:

Bischöfe Kapellari, Schönborn und Zsifkovics stiften Preis als Würdigung für das Lebenszeugnis der KZ-Überlebenden


Graz, 12.12.12 (KAP) Ceija Stojka, die wohl bedeutendste Roma-Künstlerin Österreichs, wurde von Kardinal Christoph Schönborn und den Bischöfen Egon Kapellari (Graz-Seckau) und Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt) für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Bischof Kapellari überreichte am Mittwoch der Ange-hörigen der Lovara-Roma den "Ceija-Stojka-Preis", der nur ein einziges Mal vergeben werden soll. Dies geschehe "mit großem Dank für ihr humanes und auch christlich geprägtes Lebenszeugnis und für ihr darauf bezogenes literarisches Schaffen", begründen die drei Bischöfe die Stiftung des Preises.